Was bedeutet Restnutzungsdauer?
Vereinfacht gesagt beschreibt die Restnutzungsdauer, wie viele Jahre ein Gebäude voraussichtlich noch wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann. Entscheidend ist dabei nicht allein das Baujahr. Auch Bauqualität, Modernisierungen, Instandhaltung, Ausstattung und der heutige Zustand der Immobilie spielen eine Rolle.
Warum ist die Restnutzungsdauer für die AfA wichtig?
Für die steuerliche Abschreibung von Gebäuden geht der Gesetzgeber grundsätzlich von pauschalen Nutzungsdauern aus. Diese werden auch als typisierte Nutzungsdauern bezeichnet. Daraus ergibt sich die reguläre jährliche AfA.
Weist eine Immobilie jedoch eine kürzere tatsächliche Restnutzungsdauer auf, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine höhere jährliche Abschreibung in Betracht kommen.
Dafür reicht eine bloße Annahme nicht aus. Die kürzere Restnutzungsdauer muss objektbezogen und fachlich nachvollziehbar begründet werden.
Wann kann sich eine genauere Prüfung lohnen?
Ein genauerer Blick kann insbesondere bei älteren Bestandsimmobilien, erkennbarem Instandhaltungsbedarf, veralteter Haustechnik oder größerem Modernisierungsbedarf sinnvoll sein. Auch der individuelle Zustand und bereits durchgeführte Modernisierungen spielen bei der Beurteilung eine Rolle.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Restnutzungsdauer ergibt sich nicht allein aus dem Baujahr.
- Entscheidend sind der individuelle Zustand und die Eigenschaften der Immobilie.
- Eine kürzere Restnutzungsdauer kann zu einer höheren jährlichen AfA führen.
- Ob das für Ihre Immobilie infrage kommt, können Sie zunächst kostenlos und unverbindlich prüfen.